Der faule SEO Panda

Panda Update, Sichtbarkeit und Traffic

Mai 6, 2012 Verfasst von Scholten - Keine Kommentare

Panda Update und SEO Tools

Mit einem Panda assoziieren die meisten Menschen einen kuscheligen Bären, den man sich gerne im Zoo ansieht. Einige Webseitenbetreiber werden vermutlich in Zukunft mit diesem Wort Ranking- und Trafficverluste verbinden. Google hat in den letzten Tagen ein größeres Update durchgeführt, wodurch sich im Ausland 6-9% der Suchergebnisse verändert haben. Ziel dieses Updates war es Webseiten mit minderwertigen Content (z. B. Content-Farmen) abzustrafen und dem Suchenden dadurch bessere Inhalte auf den vorderen Plätzen zu präsentieren.

Zu den größten Verlierern des Updates gehören Preis- und Personensuchmaschinen, grenzwertige Informationsportale wie Suite101 und Frage-Antwort-Portale. Der wohl überraschendste Verlierer des Panda Updates ist in meinen Augen gutefrage.net. Eine detailliertere Auflistung der Gewinner und Verlierer findet man bei Sistrix und Searchmetrics.

Sichtbarkeitsindex und Traffic

Für ein Portal, welches zu den Verlierern des Updates gehört liegen mir die Google Analytics Daten vor. Der Sichtbarkeitsindex ist laut Sistrix um ca. 40 Prozent eingebrochen. Anders als erwartet hatte diese gravierende Sichtbarkeitsveränderung keinerlei Auswirkung auf die Besucherströme des Portals. Interessant ist, dass zu den Keywords mit den signifikantesten negativen Veränderungen nur ein Top-Ten Keyword gehört.

Man sollte sich bewusst sein, dass man die Werte zur Darstellung der Sichtbarkeit in den Google Ergebnissen nicht mit dem Traffic gleichstellen kann. Betrachtet man als Indikator für Sichtbarkeit die ersten 100 Ergebnisse zu einer Suchanfrage hat das mit dem realen Traffic nicht viel gemein. Im Endeffekt zählen hauptsächlich die Top-Ten Keywords. Das ist nur ein Grund warum es nicht möglich ist auf Basis des Sichtbarkeitsindex beispielsweise die Anzahl der Besucher abzuleiten.

Ich möchte nicht anzweifeln, dass es bei einigen der Verlierer zu deutlichen Besucherverlusten gekommen ist. Aber sehr wahrscheinlich nicht in dem Ausmaß, wie man es vielleicht auf dem ersten Blick erwartet.